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Unsere Kunden müssen sich keine Sorgen um ihre Ersatzteilversorgung machen

Seit Beginn der Corona Krise hat John Deere viele Maßnahmen ergriffen, um die Ersatzteilversorgung für Kunden und Vertriebspartner sicherzustellen. Um welche Maßnahmen es sich dabei im Einzelnen handelt und wie sie ineinandergreifen erklärt Dr. Wolfgang Voß, Director Parts Operations bei John Deere.

Interview: Karl-Heinrich Schleef
Fotos: John Deere

Herr Voß, in den vergangenen Wochen war immer wieder zu hören, dass sich Landwirte, Lohnunternehmer und Landtechnikvertriebspartner Sorgen um die Ersatzteilversorgung in der Corona-Krise machen. Welche Maßnahmen hat John Deere ergriffen, um die Ersatzteilversorgung sicherzustellen?

Wolfgang Voß: Wir haben schnell die besonderen Herausforderungen erkannt, vor die die Corona Krise unsere Kunden und Vertriebspartner stellt: fehlende Saisonarbeitskräfte, die betrieblichen Schwierigkeiten bei der Schaffung einer sicheren Umgebung für die eigenen Mitarbeiter und nicht zuletzt die Unsicherheiten in den Märkten.

"Kein Landwirt, kein Lohnunternehmer und kein Vertriebspartner soll sich während der Corona-Krise Sorgen um die Versorgung mit John Deere Ersatzteilen machen."

In diesem Umfeld wollen wir ihnen zumindest die Sorge über die Einsatzfähigkeit ihrer Maschinen nehmen. Wir sehen es als unsere Aufgabe an sicherzustellen, dass wir jeden Kunden und jeden Vertriebspartner in unserer Region zügig mit den notwendigen Ersatzteilen für John Deere Maschinen versorgen können. Um dies zu gewährleisten haben wir Maßnahmen in den Bereichen Ersatzteilbeschaffung und -verteilung und natürlich auch für den Betrieb unserer eigenen Standorte ergriffen.

Wie steht es um die Lieferfähigkeit der Ersatzteilhersteller?

Auch bei uns ist es natürlich so, dass ein kleiner Teil der Hersteller und Lieferanten, mit denen wir zusammenarbeiten, im Moment nicht voll lieferfähig ist. Teilweise bekommen sie selbst nicht die für die Produktion benötigten Komponenten oder Teile. Es kann aber auch sein, dass sie aufgrund behördlicher Auflagen ihren Betrieb für eine bestimmte Zeit schließen mussten oder nicht im vollen Umfang produzieren können. Bisher ist diese Situation nur in ganz wenigen Fällen auf unsere Kunden durchgeschlagen, weil unsere Lagerbestände primär in Bruchsal aber auch in Milan (Nordamerika) sowie an unseren anderen Standorten als Puffer dienen. Wir beobachten die Situation bei unseren Lieferanten ganz genau. Im Moment können wir glücklicherweise sagen, dass sich die Lage sogar schon wieder etwas entspannt. Wir erwarten für die nächsten Tage und Wochen, dass nahezu alle Partner wieder voll lieferfähig sind.

"Selbst, wenn die Teile zur Verfügung stehen bedeutet dies ja noch nicht, dass sie auch überall hin geliefert werden können."

Wie steht es um die Verteillogistik?

Wir haben in jedem Land Europas Netzwerke, die von Logistikunternehmen betrieben werden. Diese sorgen dafür, dass die Ersatzteile im Land an die Vertriebspartner verteilt werden. Üblicherweise haben wir einen Partner, der die Grundversorgung sicherstellt. Über diesen Partner wird die Hauptmenge der Teile ausgeliefert. Darüber hinaus verfügen wir über eine sogenannte MD (Machine Down) Logistik, die für die Übernachtverteilung von Ersatzteilen zuständig ist. In den meisten Fällen sind dies unterschiedliche Firmen. Häufig gibt es noch einen dritten Partner, der Sonderaufgaben wie die Verteilung besonders großer oder zeitkritischer Teile übernimmt. Durch die enge Zusammenarbeit mit diesen Partnern sind wir in ganz Europa lieferfähig geblieben.

Worin bestehen die besonderen Herausforderungen für die Verteillogistik?

Fast jeden Tag treten irgendwo Störungen auf. Die Ursachen sind vielfältig: Ein Logistiker muss eines seiner Verteilzentren schließen, die Volumenrückgänge aus anderen Branchen lassen einen wirtschaftlichen Betrieb des Netzwerks nicht mehr zu, eine Fluggesellschaft stellt eine für uns wichtige Verbindung ein oder ein Flughafen wird geschlossen. So etwas passiert quasi ständig. Um solche Probleme zu überwinden, tauschen wir einerseits Teile zwischen verschiedenen Standorten aus. Zum anderen arbeiten wir aus der Zentrale heraus sehr eng mit unseren Partnern zusammen, um individuelle Lösungen zur Überwindung der Engpässe zu finden. Meist konnten wir die Auswirkungen auf den Handel begrenzen. Die Vertriebspartner haben es mehrheitlich nur gemerkt, wenn wir z.B. nicht morgens bereits um 8, sondern erst um 10 Uhr geliefert haben. Aber wir haben jeden Tag geliefert, und wir haben die Mehrkosten als unseren Beitrag zur Krisenbewältigung nicht an unsere Kunden weitergegeben.

Wie wurde sichergestellt, dass in den verschiedenen Ersatzteilverteilzentren weitergearbeitet werden kann?

Teilweise waren 80 % unserer Angestellten im Homeoffice, um die Ansteckungsgefahr zu minimieren. Vor Ort ist nur das technische Personal sowie Personen mit operativen Führungsaufgaben anwesend. Diese Situation entspannt sich inzwischen etwas; ein Teil der Mitarbeiter ist ins Büro zurückgekehrt. Im operativen Bereich haben wir einen ganzen Blumenstrauß von Maßnahmen ergriffen. Beispielsweise haben wir die Schichten voneinander getrennt und dafür gesorgt, dass sich die Mitarbeiter beim Schichtwechsel nicht begegnen.

"Bisher gab es keine betrieblichen Einschränkungen durch eingeschleppte Infektionen."

Wir haben Arbeitsplätze so umgestaltet, dass Mitarbeiter eineinhalb Meter voneinander entfernt arbeiten können und durch Markierungen auf dem Boden permanent daran erinnert werden. Dort, wo dies nicht möglich war, sind die Mitarbeiter durch besondere Ausrüstung wie beispielweise Masken geschützt. Fahrer von LKWs dürfen unsere Gebäude nicht mehr betreten etc. All diese Maßnahmen wurden mit dem Ziel ergriffen unsere Mitarbeiter vor Corona zu schützen. Bisher gab es keine betrieblichen Einschränkungen durch eingeschleppte Infektionen.

Durch die geschilderten Maßnahmen ist es bisher gelungen die Versorgung mit Ersatzteilen für John Deere Maschinen während der Corona-Krise sicherzustellen. Was treibt Sie und Ihr Team an?

Wir wissen, dass die Landwirtschaft im Moment vor gewaltigen Herausforderungen steht. Was ein Landwirt in dieser Situation nicht gebrauchen kann, ist, dass sein Traktor, sein Mähdrescher oder sonst eine Maschine steht. Das haben auch unsere Mitarbeiter verstanden. Daher ist es das Ziel des gesamten Teams unsere Kunden am Laufen zu halten. Gerade jetzt in der Bestellzeit und der Vorbereitung auf die Ernte wird es ganz besonders deutlich, dass wir mit unserer Arbeit einen Beitrag zur Ernährung der Menschen leisten. Das gibt den Mitarbeitern das Gefühl, unser Geschäft ist wichtig. Wir leisten dazu unseren Beitrag und das ist sehr befriedigend.

Quelle: JOHN DEERE

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